Samstag, 28. Februar 2009

Tag 6

Nach dem Frühstück haben wir heute morgen ausgecheckt; schließlich war unser Zeitplan knapp. Leider erwies sich das auschecken als etwas langwierig, offenbar ist erst jemand in unser Zimmer kontrollieren gegangen, bevor wir das ok bekamen, zu gehen.

Dann sind wir mit den Koffern zur Bushaltestelle und da der Bus uns genau vor der Name weggefahren ist mussten wir 15 Minuten auf den nächsten warten. Dann kam der Expressbus zum Flughafen und nachdem der Fahrer und geholfen hat, Koffer einzuladen und zu verstauen (unglaublich diese Hongkonger) sind wir eine Stunde bis zum Flughafen gefahren (Das hat 1,80 Euro gekostet). Dann sind wir zu Terminal 2 und wollten schon mal gucken, wo wir einchecken können und ob da irgendwo Koffereinschließmöglichleiten sind. Emirates konnten wir aber nicht finden, also hab ich eine Frau am Info-Point gefragt und bekam die Auskunft, dass Emirates im letzen Monat zu Terminal 1 umgezogen sei.. wir mussten also wieder rüber zu Terminal eins. Eine Gute Sache hatte das ganze, denn ich hab endlich eine Tasche gefunden, Tasche kaufen war das Projekt für Hongkong und erwies sich dank des ganzen Kitschs und schlechter Qualität als echte Herausforderung.


An Terminal eins sind wir dann gleich zur Kofferabgabe, denn die Dame hat uns auch den Weg dorthin erklärt sowie berichtet, dass der Check von Emirates noch unbesetzt ist. Mittlerweile war es 12 und um 12-12.30 waren wir mit Tushar, Laurence, Evi und Yin an der Rolltreppe zum Buddha verabredet. Um 12.25 haben wir diese dann erreicht, alles noch gut geklappt. Per Seilbahn sind wir dann zum Big Buddha und dessen Erlebnisdisneyland drum rum. Wir haben die Treppen erklommen, Fotos gemacht und uns dann noch den alten Tempel angesehen.



Dann ging es per Bus zu den New Territories. Das war ein Bild von Hongkong, das ich so nie erwartet hätte. Fischerhütten aus Metall, alles dörflich und chaotisch unaufgeräumt. UM 15 Uhr kehrten wir in ein Hafenrestaurant ein und Laurence bestellte uns jede Menge Leckereien. Gestärkt verabschiedeten wir uns von Tushar und schlenderten Dann durch das Dorf. Mit dem Bus ging es gegen 18 Uhr dann wieder eine Stunde zurück zur Rolltreppe, wo wir uns von den drei Studenten verabschiedeten. Csilla und ich entdeckten noch ein Outlet-Shoppingcenter und da wir eh noch Zeit hatten gingen wir auch da noch mal durch. Anschließend ging es mit dem Bus und den letzten Hongkong-Dollars zurück um Flughafen. Wir haben unsere Koffer geholt, eingecheckt und nun sitzen wir am Gate und warte, dass wir boarden können. Morgen Mittag kommen wir an und je nachdem wie müde ich bin kommen die Bilder von gestern und heute dann morgen Nachmittag oder übermorgen. Gabriela, ich hab mich sehr über deinen Kommentar gefreut, sorry, dass du dich noch ein bisschen in Geduld üben musst. Dafür such ich extra ein paar Bilder mit portugiesisch drauf raus!

Ich freu mich auf Deutschland, aber ich habe mich in der einen Woche auch in Hongkong verliebt... die Freundlichkeit der Menschen, das Angenehme Leben, das gute Wetter, das leckere Essen... es wird mir so einiges fehlen... aber ich komme wieder. Bestimmt!

Freitag, 27. Februar 2009

Tag 5

Heute Morgen kam ich nicht so richtig aus dem Bett. Csilla hat’s dann aber doch irgendwann geschafft und nach dem Frühstück (Ich hab mich getraut, die Nudelsuppe zu essen.. scharf und Fleisch am Morgen ist definitiv nicht mein Fall) haben wir uns trotz dicker Regenwolken auf Richtung Macau gemacht. Cecilia, die dort geboren ist, hat uns eine präzise Anleitung gegeben, wie man zu dem (Überraschung - ) Einkaufszentrum kommt, an das die Fähre angegliedert ist. Das haben wir also prima geschafft. Aber dann waren wir überfordert: Tausende Reisebüros, Fährenschalter und andere ähnlich aussehende Shops. Wo sollten wir nun hin gehen. Ich habe dann einen Polizisten gefragt und er hat uns nach hinten links geschickt, da gab es aber nur einen Schalter der Turbojets. Wir waren wieder extrem verunsichert und haben noch mal nachgefragt, aber auch diesmal sollten wir zu den Turbojets gehen. Also, liebe zukünftige Macau-Reisende die Fähre ist in dem Fall ein Roter TurboJet und man muss nicht zu dem Ferry-Schalter gehen, der fährt nämlich nur nach Taipa (klingt komisch, ist aber so). Nach Zollkontrolle, bei der man uns unsere Hongkong-Visa abnahm (Csilla reagierte hieraus leicht nervös) saßen wir dann in der Fähre. Eigentlich wollte ich die Zeit nutzen endlich meine Postkarten alle zu schrieben, aber aufgrund des unruhigen Seegangs haben ich nach Postkarte zwei abgebrochen und noch ein kleines Nickerchen gehalten, Nach einer Stunde Fahrtzeit waren wir dann auch schon da. Schnell bemerkten wir, wie Weise der Entschluss war, doch aufzubrechen, denn während Hongkong kühl (22°C) und bewölkt war, strahlte und die Macauer Sonne entgegen und wir hatten nahezu 30 °C. Wie gut, dass ich aufgrund der Hongkonger Witterungsverhältnisse lange Hose und Pullover anhatte...

Abgefangen wurden wir von Macauern, die uns unbedingt eine Standrundfahrt aufschwätzen wollten, die wir erstmal hartnäckig wieder loswerden mussten. Anschließend setzten wir uns in ein Taxi und ließen uns zum Largo de Senado fahren. Statt fleißig Fotos zu machen sind wir aber erstmal in den angrenzenden Esprit-Laden gegangen und haben uns umgesehen... Unverrichteter Dinge ging es dann mitsamt tausender anderer Touristen Fotos vom Senat machen. Auch hier waren die Seitenstraßen wieder mit Marktständen bevölkert. Csilla wollte ein Tuch für ihre Mutter kaufen, als ein freundlicher Chinese uns irgendwann darauf aufmerksam machte, dass Csillas Rucksack sperrangelweit offen stand... Sie stellte sicher, dass nichts fehlte, war sich aber sicher ihn zugemacht zu haben. Also wurde der Rucksack zum Bauchsack und wir sind vorsichtig weiter in unserer Expedition. Wieso hat uns eigentlich niemand gesagt, wie steil Hongkong und auch Macau sind? Immer, wenn ich hier von Stadtbesichtigungen spreche sollte es eigentlich Bergwanderung heißen. In Hongkong fällt das bei den hohen Häusern kaum auf und durch zahlreiche U-Bahn- Rolltreppen und sonstige Systeme kommt man ach gut drumrum... aber heute sind wir echt den ganzen Tag gekraxelt... bei 30 Grad in dicken Klamotten

Aber es hat sich gelohnt... Mit all den portugiesischen Straßenschildern und Gebäuden kamen wir uns richtig „zu Hause“ in Europa vor und wir haben es geschafft, alle wichtigen Stellen nicht über die Touristenpfade, sondern durch kleine Hintergässchen zu erreichen. Den schwersten aufstieg unternahmen wir zuerst und so landeten wir am Fortaleza do Monte. Hier und im umgebenden Jardim e Gruta Louis de Camoes haben wir dann ein mittägliches Picknick veranstaltet (Wasser und Müsliriegel) und sind dann über Treppen runter zur Fassadenruine von Sao Paulo, Auf dem Weg wurden wir von 2 Mönchen angequatscht, die uns unbedingt dazu bringen wollten ihnen 50 Euro für ihr Kloster zu spenden und hierfür allewiglich Glück zu erlangen. Auch die mussten wir wieder loswerden und kamen dann endlich an Sao Paulo an. Nachdem wir uns diese Mauer angesehen haben sind wir über den Touristenpfad zurück und haben Süßigkeiten gekauft

Dann haben wir uns wieder an dem Platz vor dem Largo de Senado wieder, Wir wollten zum A Ma Tempel und mussten uns erstmal orientieren, dabei sind wir in den Leal Senado und dessen zauberhaften Hinterhof geraten und haben hier erstmal eine kurze Pause eingelegt und Orchideen fotografiert.Dann sind wir mitten durch die Altstadt, haben zufällig noch eine Richtig schöne Kirche entdeckt und spontan besichtigt. Diese Mischung aus europäisch und chinesisch war auch da besonders gut zu sehen... Schon komisch, wenn Maria mit Orchideen geschmückt ist. Danach sind wir den Berg wieder runter gegangen und sind dann am Wasser entlang ins Villenviertel geraten... bergsteigend sind wir auch hier querfeldein marschiert und irgendwann waren wir dann am Hafen, an dem die Portugiesen im 15. Jahrhundert erstmals in Macau ankamen.


Hier gegenüber befanden sich auch das Maritim-Museum und der A Ma Tempel, den wir endlich gefunden hatten. Brav wie auch vorher versagte meine Kamera beim Anblick des Tempels und so schlenderten wir nur noch einfach bewaffnet durch die Tempelanlage. Irgendwo sollte es ein Schildkrötenbecken geben, bei dem man die Schildkröten mit Geldstücke abwerfen muss, um Glück zu haben, leider haben wir das nicht gefunden. Als wir raus wollten war das Tor verschlossen, ein Wärter kam aber angeeilt und hat uns raus gelassen. Da es schon spät geworden war (18 Uhr) beschlossen wir, nicht mehr nach Taipa zu fahren und haben ein Taxi zur Fähre genommen. Von dort wieder den Weg zurück und an unserer U-Bahn-Station haben wir dann beschlossen, in „u wir, ersteres zog sich dann bis halb elf hin. Wie hatten Dim Sum (davon sind wir beide totale Fans geworden), Aubergine und Kürbis in Knoblauch-Soja-Soße und zum Nachtisch Sesam-Eis (Csilla), Rote Bohnen-Eis (ich) und Reiskuchen, der lecker mit Sesam gefüllt war. Diese Reiskuchen sind total gummiartig, aber sooooo lecker. Das Rezept muss ich mal versuchen herauszubekommen.

Dann nahmen wir ein Taxi zurück und jetzt sind wir wieder im Hotelzimmer. Jetzt müssen wir noch schnell packen, denn morgen früh müssen wir auschecken und dann beginnt schon unser letzter Tag in Hongkong...

Bilder von Tag 5


Chinesische Kinder sind soooo niedlich!






Auch hier gibts natürlich Märkte








Hauptfortbewegungsmittel auf Macau








Sao Domingos



Bewachter Balkon






Ausblick




Gartenarbeiten vor dem Museo











Fassade der Ruine von Sao Paulo



Iglesia de St. Lorenzo.. oder so. Durch Zufall entdeckt




Bonsai im Kirchenpark





In der Kirche





In der Kirche..









Der Macau-Tower



BLick vom Hafen au die Skyline Macau's






Privateingang in der Villengegend






Eingang zum A Ma-Tempel








Windspielartiges Ding, an das man seine Wünsche befestigt


Tag 4

Ich hänge wieder ein bisschen mit berichten hinterher, aber wir nutzen hier jede freie Minute und haben nur einen Internetanschluss, so dass es da manchmal kompliziert wird ;)
Ich hab den Teil aber gestern schon geschrieben, daher die verwirrenden Zeitangaben....


Heute Morgen haben wir nach dem Frühstück allein eine Erkundungstour unternommen: Tushar hatte was von einem Einkaufszentrum in der Nähe der U-Bahn-Station gesagt und wir haben uns frohen Mutes auf den Weg gemacht. Wir sind an der U-Bahn angekommen ziemlich planlos umhergeirrt aber haben nur Schulen entdeckt (die sind übrigens unserer Meinung nach besser bewacht und abgesperrt als die Kaserne, die gegenüber von unserer Uni ist. Nachdem wir uns suchend immer weiter von der U-Bahn entfernten sprach Csilla irgendwann ein Mädchen an und fragte sie nach dem Weg. Sie war so nett und half uns nicht nur, sie brachte uns auch noch dorthin!

Es war dann 10.40; die Geschäfte öffneten aber erst um 11 Uhr, Aber das war kein Problem, denn mitten im Einkaufszentrum war eine Eislaufbahn und wir beobachteten, wie 2 junge Männer ihre Pirouetten drehten. Schon Wahnsinn, das Einkaufszentrum war riesig. 5 Oder 6 Etagen und ewig lang aber wir haben uns Übersehen... das sagt einiges über die Nachbarschaft hier aus..

Jedenfalls haben die Geschäfte dann nach und nach geöffnet (So wirklich penibel achtet keiner auf die Öffnungszeiten, ich glaube das verstehen die eher als grobe Empfehlung) und wir haben erst gebummelt. Es gab den seltsamsten Kram, beispielsweise Badezusätze in Form und Konsistenz einer Tafel Schokolade. Zum Abschluss sind wir im Untergeschoss noch in einen Supermarkt gegangen und haben ns mit Tee und chinesischen Süßigkeiten eingedeckt. Dann wollten wir ganz schau sein und über die U-Bahn (Die direkte einen Zugang zum Supermarkt hat) unseren Ausgang nehmen, um im klimatisierten Bereich zu bleiben (Heute ist es schon wieder total schwül gewesen)... aber wir konnten egal wie wir es angestellt haben nicht zum Bereich A durchgehen... nachdem uns das zu doof wurde haben wir wieder eine junge Dame angequatscht und die hat uns auch wieder kurzerhand mitgenommen, um uns den Weg zu zeigen. Aber auch sie ist gescheitert (ich muss zugeben, das hat mich en bisschen beruhigt). Aber Wahnsinn, wie freundlich die Leute hier sind. Nehmen sich einfach mal 20 Minuten Zeit und rennen mit 2 wildfremden Europäerinnen durch die U-Bahn Station.

Jedenfalls haben wir den Ausgang gefunden und ich war pünktlich zur Hospitation bei Werner wieder in der Uni. Er hat den Studenten des 1. Jahres eine Vorlesung zur Europäische Seehandelsentwicklung gegeben... schon beeindruckend, was die so alles lernen. Danach um 3 haben wir (Tushar Csilla, Sylvia, Werner, Cecilia und ich) über das Projekt von Tushar und Csilla und meine Diss gesprochen.



Anschließend haben wir einen vier Nationalitäten-Exkursion gemacht: Tushar, Csilla, Cecilia und ich waren erst nach Sechuan-Art essen (scharf!!!) und sind dann zum Nightmarket. Da haben sich unsere Gastgeber verabschiedet und Csilla und ich haben ordentlich eingekauft. Für Morgen ist das Wetter nicht so toll vorhergesagt; Heute Abend hat es sogar geregnet! Wenn wir Pech haben, fällt Macau ins Wasser...


Impressionen von Hongkong

Dank Dawn hier ein paar Bilder von unserem Ausflug am dritten Tag mit den Studenten


Schöne Tür


Schuhe aus vergangener Zeit.. zum Glück



Blick vom der Aussichtsterasse auf dem Peak


Sonnenuntergang auf dem Peak



Die Peak-Tram



Hongkong bei Nacht vom Peak







Ein Künstler hat am Hafen eine chinesisches LIebesgeschichte dargestellt




Blick vom Hafen auf die Skyline

Mittwoch, 25. Februar 2009

Tag 3


Heute morgen gings mir wieder gut. Nach dem Frühstück mussten wir noch schnell Schokoladenpäckchen für die Studenten packen und dann gings ab in die Uni. Hier haben die Studenten bei Tushar deutsche und Hongkonger Unternehmen in Einzelreferaten vorgestellt. Dann wurde noch das Austauschprojekt evaluiert und Schokolade verteilt. Tushar hat und ein Restaurant empfohlen und wir sind ne Weile umhergeirrt, bis wir es gefunden haben. Bei 27 Grad im Schatten ziemlich anstrengend. Haben dann aber gut gegessen.
Danach haben wir uns mit 3 Studenten (Lawrence Dawn, E) vor der Uni getroffen und die Sightseeing Tour konnte starten. Zuerst sind wir per U-Bahn in die Innenstadt und haben dort dann einen Bummel durch die Hollywood Street gemacht. Da gab es Antiqutätenhändler und alte Häuser, IN einer traditionelen Teestube haben wir Zuckerrohrwasser getunken und uns dann zu einem Tempel aufgemacht. Wir wurden total mit Räucherstäbchen eingequält und dann war der Akku von meiner Kamera leer. So ein Mist!!!

Weiter gings durch kleinen Gassen mit Verkaufsständen erst zu einer Kirche und dann zur Peak Tram. Mit der sind wir 15 Minuten im 45 Gradwinkel steil nach oben gefahren und dann waren wir da: Auf dem Hausberg von Hongkong. Der Blick war unglaublich und die Luft unfassbar rein. Aber davon hat man zunächst noch gar nichts mitbekommen, denn die tram endete wieder mal in einem Shoppingcenterkomplex, Wir sind immer weiter nach oben gefahren und waren dann irgendwann oben auf der Aussichtsplattform. 20 Minuten nachdem wir da oben angekommen waren ging die Sonne unter und wir haben beobachtet, wie isch die Stadt in Neonlicht taucht... und natürlich viele viele Fotos gemacht.

Dann sind wir wieder zurück und mit der Tram rückwarts den Berg wieder runter gefahren, Dann mit dem Bus zur Fähre und einmal quer über den Victoria Harbour, während der in einer Lasershow erhellt wurde. Auf der anderen Seite angekommen sind wir wieder in – Überraschung - ein Shoppingscenter und da in ein traditionelles Chinesisches Restaurant.

Ich hab gesüßte geronnene Milch getrunken was viel leckerer schmeckt als es sich anhört und auch sonst gab es lauter ungekannte Köstlichkeiten: Dim Sum (gefüllte dampfgegarte Teigtaschen), Reispudding (aber herzhaft mit Rinderfleisch und Bambus), irgendwelcher Teig mit roter Bohnenfüllung... danach sind wir am Hafen entlang spaziert, über die Straße mit den Sternen der ganzen Filmstars, von denen wir nur Bruce Lee kannten und immer mit Blick auf die Skyline.... und ich ohne Fotoapparat L Dawn will uns ihre Bilder geben und Csilla mir ihre auch, trotzdem sehr schade.
Mit der U-Bahn und anschließend mit Minibus sind wir dann nach hause, mit Dawn bis zum Campus da sie im Studentenwohnheim wohnt.


Die Tage gehen so schnell vorbei und ich hab noch gar nichts gekauft.. und so langsam wird die zeit eng, morgen Hospitation bei Werner und dann den ganzen Nachmittag Diskussion unserer Projekte. Ich bin ja mal gespannt... Freitag wollte wir eigentlich nach Macau, mit Csilla alleine hab ich aber irgendwie schon ein bisschen Angst, mich da zu verlaufen. Naja, mal sehen...


Bilder folgen noch, wegen das leeren akkus geht da gerade gar nix...

Dienstag, 24. Februar 2009

Tag 2


Soo, der Rückstand ist aufgeholt :)

Heute Nacht haben wir den Versuch gestartet, ohne Klimaanlage zu schlafen. Ob es daran lag weiß ich nicht, jedenfalls bin ich ziemlich ko wach geworden und auch Csilla war nicht wirklich ausgeschlafen. Wir haben uns daher sogar ein kleines bisschen auf den morgendlichen halben Liter Espresso gefreut. Zum Frühstück gabs für Csilla Fischfilet (no comment) und ich hab das gute alte Porridge für mich entdeckt; werde darauf wohl bis auf weiteres zurück greifen, ist wenigstens nahrhaft...

Wir schafften den Weg zur Uni innerhalb von 5 Minuten und ganz alleine, dann sind wir mit cecilia in den Sprachunterricht des 2. Semesters. Die wussten noch cnihts von ihrem Glück und wir haben uns erstmal vorgestellt. Nach kurzer Scheu haben sie uns dann auch interessiert ausgefragt, die waren zu niedlich...

Dann waren wieder 3 Stunden Unterricht angesagt, in denen die Schulsysteme Hongkong und Deutschland miteinander verglichen wurden und bei denn wir immer wieder für sprachliche (Wie beißt eigentlich dieser gelbe Schlagball mit roten Federn? Ich wusste es selbst nicht..), grammatikalische und landeskundliche Fragen (Ich hab von dem Phänomen der WM-Babies berichtet)herhalten durften. Die Studenten sind dafür, dass sie erst seit einem Jahr Deutsch lernen sehr fit... Für eine Einheit im Lehrwerk Optimal haben sie eine Woche (=12 SWS) Zeit.. nicht viel, zumal wir in den heutigen drei Stunden nicht einen blick ins Buch geworfen haben... in wie weit sie das selbst erarbeiten müssen ist mir noch nicht ganz klar, jedenfalls empfinde ich diese starke Konzentration NUR aufs reden (so kommt es mir im Moment jedenfalls vor) im Anfängerunterricht nicht besonders positiv... Als Cecilia uns von einer „Problemschülerin“ und deren mangelnden Grammatikalischen Fertigkeiten berichtete hat sich meine Befürchtung bestätigt, zumal es da irgendwie kein Konzept gibt, wie diesen Schülern geholfen wird. Naja...

 Nach dem Unterricht hab ich mich alleine auf die Socken gemacht und den Buchladen gesucht, den Tushar mit so ungefähr beschrieben hatte. Hab ihn auch relativ gut gefunden (ich sollte Hongkong-Scout werden!) und mich mit Geschenkpapier gbewaffnet. Oben im Zimmer hab ich dann die Geschenke für Jessie eingepackt (Schokolade, Wackelpuddingpulver, Haribo, Holunderblütensirup) und mich dann umm14 uhr mit ihr in der Lobby getroffen Sie hat mir ein Geschenk überreicht, dass wir gleich im Hotelzimmer ließen; dann gings mit dem Taxi in die Innenstadt... Taxis sind hier ja so was von billig! Für ca. 7 Minuten Fahrt haben wir 2,50 Euro bezahlt...







Dann waren wir da: in einem vom Tourismus nicht erschossenen Gebiet Hongkongs, richtig schön mit schäbigen Hinterhäusern und allem drum und dran... prima! Ich hab mich gefreut und über Märkte schlendernd sind wir dann in einem Einkaufszentrum gelandet, in dem wir Sushi essen waren... Danach gings zum Womens Market, ich hab auch ei Tuch erstanden, eigentlich brauchte ich eine kleine Tasche... die hab ich nämlich zu Hause vergessen. Es gab aber nichts, was 1. unkitschig und 2. kein schlecht gefaktes Markenprodukt war und so sind wir ergebnislos abgezogen. Muss da aber unbedingt nochmal mit Csilla hin.

Dann sind wir in das schon gestern besichtigte Times Square Building und haben bei Häägen Dasz Eis gegessen und gequatscht... nach 7 Jahren ist ja schließlich viel passiert.






Noch ein bisschen schlendernd sind wir dann gegen halb sieben im Novotel eingetroffen, um mit ihrer Familie zu essen... tagsüber erwähnte sie nebenbei, dass wir 21 Leute sein würden!!! Ich war leicht panisch, aber alle waren sehr nett und interessiert an mich. Es waren überraschend viele Lehrer und Professoren dabei, eine Tante von Jessie ist sogar hier an der Baptist für den Educational Stream zuständig... mal sehen, ob wir uns noch mal sehen... Jedenfalls wollten alle dass ich in Hongkong Deutsch unterrichte
gg

Gegen halb zehn haben wir uns zurück auf den Weg gemacht, denn Jessie wollte mich ja gerne ins Hotel bringen (40 Minuten) und musste danach die ganze Strecke wieder zurück, da wir quasi in ihrer Nachbarschaft gegessen hatten.

Auf dem Nachhauseweg ging es dann los: Mein Magen machte sich bemerkbar... Wir flüchteten mehr Richtung Hotel als die letzten Minuten zusammen zu genießen und ich rettete mich ins Hotelzimmer. Diagnose: Zu viel Native an einem Tag... wie gut, dass die Reiseapotheke gut ausgerüstet ist, hoffentlich war das ein einmaliger Vorfall...

Von dem werde ich mich jetzt erholen und würde eigentlich schlafen gehen... es ist jetzt 0:21. Aber Csilla ist noch nicht da. Sie war heute Abend bei Tushar zu Hause, am anderen Ende von Hongkong um mit ihm ihr gemeinsames Seminar auszuwerten... hoffentlich findet sie alleine zurück... ich werd noch ne Runde warten... 

Hongkong bei Nacht

Das dekorative Recyclingsystem 




Townhall (links) neben Protzbauten






Hongkonger Taxis (Aber Achtung: Die Roten sind nur fürs Zentrum zuständig.. sehr cleveres System!)

Es war halb 12 nachts... und die Straßen sind brechend voll (und die Geschäfte auf)

Ich bin doch noch dazu gekommen, das World Trade Centre zu sehen...



Hier wird alles Geld Hongkongs gelagert

Die U-Bahn... bis die bahn eingefahren ist werden die Gleise vorbildlich durch Glasschiebetüren gesichert
(auch wenn das eigentlich gar nicht nötig ist, da die Hongkonger total höflich und rücksichtsvoll ist...
 auch wenn tausende unterwegs sind wird man nie angerempelt...)

Tag 1

Nach einer erholsamen Nacht ging es dann am nächste Morgen zum Frühstück... sehr britsch mit Omlett und Bohnen und pappigen Weißbrot ohne Rand... 



Direkt hinter der Uni ist ein Park, in dem sich zahlreiche kleine Chinesen sportlich betätigten. Bei dem schwülen Wetter echt beeindruckend; selbst Opis haben fleißig Klimmzüge gemacht. Wir sind nur gelustwandelt, haben uns riesig große Elefantenfuß-Pflanzen und niedliche kleine Chinesenkinder angesehen, bis wir nach einer Stunde wieder zum Hotel zurück sind. 









Da hat Tushar schon auf uns gewartet und gemeinsam sind wir in die Uni. Nach einer kurzen Führung durch die Räume der European Studies sind wir dann mit Sylvi, der Daad-Lektorin in deren Sprachunterricht mit dem 4. Semester. Hier haben wir die Jungs wieder getroffen, die uns vom Flughafen abgeholt haben. Nach einer kurzen Einheit, in der Fehler der letzten Sitzung besprochen wurden, gingen wir in den Computerraum, dort wurden Mini-Ausschnitte aus einer Vorlesung an einer Deutschen Uni vorgeführt und besprochen. Nach einer kurzen Pause gab es noch einen „Redewettbewerb“ in dem sich 4 Studenten in einer Diskussion beweisen mussten, die anschließend von den anderen und uns bewertet wurde.

Eine Seminarsitzung dauert hier in Hongkong 3 Stunden, wobei sie sowieso immer 10 Minuten früher endet als dies auf dem Plan steh, denn Pausen zwischen den Blöcken sind nicht vorgesehen. Das macht aber gar nichts, denn hier werden Pausen gemacht, wann man es für richtig hält und mit Sylvia haben wir auch einfach 20 Minuten später angefangen, weil wir uns verquatscht haben.




Nach Sylvia ging es direkt rüber zu Werner. Nach einem kurzen Kennen Lernen und Kaffee (der war wieder so stark wie morgens-. Brrr) haben wir ihn dann in die Landeskunde-Sitzung begleitet. Hier gings auf English los und ich musste erstmal erklären, was wir überhaupt hier machen. Dann folgte das Referat einer Schülergruppe zur „Coca colonization“, den Wirtschaftswunderjahren, dem Kalten Krieg und der Gründung der beiden deutschen Staaten... das ganze wurde 3 Stunden, bis halb sieben, intensiv diskutiert. Mein Magen hing mittlerweile am Boden denn das Rührei am morgen war nicht wirklich nahrhaft, daher war ich dankbar als Tushar und Werner im Anschluss mit uns Essen gehen wollten. Nach einem kurzen Zwischenstopp in unserem Hotelzimmer (Pumps wurden gehen Turnschuhe getauscht, was sich als sehr weise erweisen sollte) ging es zum uni-eigenen Geldautomaten und dann Richtung Innenstadt. Die Octopus-Cars glühten und wir fuhren in die Innenstadt ins eigentliche Hongkong (de hier sind wir eigentlich noch gar nicht in Hongkong, wie Tushar uns erklärte... der älteste Stadtteil ist wohl nur Hongkong.




Nach einem kurzen Bummel inklusive Smalltalk und Sightseeing landeten wir in einem winzigen kleinen typischen Hongkong-Bistro, wo wir Werner und Tushar das bestellen überließen und kurze Zeit später lauter kleine Teller mit Häppchen vor ns stehen hatten.. als Besteck gabs Stäbchen, mit denen Csilla noch nie gegessen hatte und so hatten wir viel Spaß bei der Einweisung. Es klappte aber alles ganz gut und lecker war es auch. Nach dem Essen verabschiedete sich Werner und per Escalator erklimmten wir die tiefen der Innenstadt. Tushar führte uns ein bisschen planlos herum, wir bestaunten seltsame Geschöfte und wunderten uns über die geschäftigen Chinesen, die um halb elf noch in Scharen in der Stadt unterwegs waren... Wir entschlossen irgendwann wieder zurück in die U-Bahn zu gehen. Das letzte Stück inklusive Umsteigen und weg zum Hotel finden schafften Csilla und ich sogar ganz alleine und nach einer erfrischenden dusche, Telefon- und Computer-Session gingen wir gegen eins schlafen.